SH/13 Wissenschaft als Leidenschaft
Inhalt
Wissenschaft als Leidenschaft
Gedenkschrift für Elisabeth Katschnig-Fasch
In Erinnerung an Elisabeth Katschnig-Fasch
Zwischenräume, Stadtgedanken, Einsamkeiten und Dialoge
Meine Gespräche mit Elisabeth Katschnig-Fasch
Ina-Maria Greverus
Die Lehren Sarajevos oder Annäherungen
an die Symbolik des Städtemordens
Karin Wilhelm
Wohnbewegungen
Dynamik und Komplexität alltäglicher Lebenspraxen
Johanna Rolshoven
Das postkoloniale Dilemma
Zurück nach Algerien, ohne anzukommen
Franz Schultheis
Inszenierte Geschichte in kulturhistorischen Museen
Walter Leimgruber
Das kognitive Gewissen
Rolf Lindner
Akademische Grenzgebiete
Gedanken über eine transgressive Wissenschaftspraxis
Gerlinde Malli
Leben machen?
Die modernen Life Sciences aus der Sicht der Kulturanthropologie
Elisabeth List
Zur Reaktualisierung eines rassistischen Bevölkerungsdiskurses
Thilo Sarrazins Schrift „Deutschland schafft sich ab“
Anna Bergmann
Zur politischen Ökonomie der asexuellen Frau
Die wahrhaft feministische Befreiungssoziologie der Catherine Hakim
Gerhard Amendt
Spielräume für literarischen Widerstand im Nationalsozialismus
Uwe Baur
Die kulturelle Anthropologie des Beobachtens
Was die Umgebung mit der Wahrnehmung tut
Manfred Omahna
bzw. Feldforschung
Für eine Anthropologie des Austauschens und Einmischens
Judith Laister
Über (Schein-)Freiheiten und Kontrollräume
Ambivalenzen im Umgang mit der sozialen Netzwerkseite Facebook
Barbara Frischling
Wie es ist, die oder der Andere zu sein:
Genderspezifische Überlegungen einer Psychotherapeutin
Nancy Amendt-Lyon
o.t. oder dich erinnern
Anita Niegelhell
Hommage an Elisabeth Katschnig-Fasch
Florence Weiss
Was bleibt. Zwei Stationen im Leben
Karl Kaser
Ästhetik und Leidenschaft
Erinnerungen an Elisabeth
Johannes Moser
40 Jahre Tür an Tür
Ein persönlicher Abschied von Elisabeth
Helmut Eberhart
Blechvogel. Steinschale. Flügelspuren
Gabriele Ponisch
Dieser Gedenkband für Elisabeth Katschnig-Fasch versammelt Beiträge von
Kolleg_innen, Schüler_innen und Freund_innen, die Gesten der akademischen
und persönlichen Wertschätzung für die viel zu früh verstorbene Kulturwis-
senschaftlerin ausdrücken. Die über akademische und disziplinäre Grenzen
hinaus denkende und wirkende Wissenschaftlerin hat eine unüberwindbare
Lücke hinterlassen. Die einzelnen Beiträge sind als Diskussionsanstöße zu ver-
stehen, die zu einer weiterführenden Beschäftigung mit dem Werk Elisabeth
Katschnig-Faschs einladen und den jäh unterbrochenen Dialog auf vielfältige
Art und Weise noch einmal aufzunehmen versuchen.
Der Titel „Wissenschaft als Leidenschaft“ ist der vage Versuch, die fast 40 Jahre
dauernde wissenschaftliche Praxis Elisabeth Katschnig-Faschs mithilfe zweier
Begriffe zu charakterisieren, die auf den ersten Blick als Phänomene zweier
unterschiedlicher Welten erscheinen. Begibt man sich allerdings auf die Spuren
der kulturwissenschaftlichen Praxis von Elisabeth Katschnig-Fasch, gewinnt
man bald den Eindruck, dass diese beiden Welten eine Beziehung zueinander
aufweisen.