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Universität Graz kuckucknotizen.uni-graz.at Archiv 2/24 #fairarbeiten
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2/24 #fairarbeiten

Inhalt

“Home is where the work is” oder ein Arbeitskampf von migrant domestic workers in New York
Francesca Barp

Pošten-Pravedan Rad Čišćenje?
Überlegungen zu #fairarbeiten in der Unterhaltsreinigung
Hanna Wäger und Luna Mareć

Wie/Was ein Schreibtisch #fairarbeiten muss
Oder: Was kann ein Tisch schon über faire Arbeit erzählen?
Jana Paulina Lobe

#fairarbeiten im Kontext von Stripclubs
Isabella Hesse

Chef:in sein
Direktvermarktung und der Wert landwirtschaftlicher Arbeit
Thassilo Hazod

Gegen die Zeit fahren
Fahrradbot:innen zwischen Prekarität und Subjektivierung
Konstantin Mack

Armut trotz Arbeit?
Über den Niedriglohnsektor und was das bedingungslose Grundeinkommen für uns tun kann
Charlotte Sammet

Mrginalisierte Arbeit sichtbar machen
Zwei Ausstellungen in Graz
Katia Huemer und Eva Tropper

Prekäre Kunst und Kulturarbeit überwinden
Szenische, theoretische und empirische Perspektiven
Michael Wrentschur

Fair Pay für Kunst- und Kulturarbeit
Lidija Krienzer-Radojević

“In diesem Jahr habe ich besser geschlafen.”
Ein Dialog zwischen zweier Künstlerinnen
Sarah Kühne

0 ©kuckuck
©kuckuck

Wie/Was ein Schreibtisch #fairarbeiten muss
Oder: Was kann ein Tisch schon über faire Arbeit erzählen?
Jana Paulina Lobe

Der Letzte hat gerade das Licht ausgemacht. Es ist 2 Uhr nachts. Aber wir haben ja ohnehin 24/7 geöffnet. Der Code an der Tür piept, jetzt ist es still. Ich wurde mal wieder am längsten in den Dienst genommen. Meine Kollegen haben schon seit mehreren Stunden Feierabend. Aber bei Hendrik ist immer alles anders. Er ist einer der Kreativen, die keine Grenzen kennen. Und keine Gnade. Weder mit sich noch mit mir. Natürlich, das schmale Notebook, das er auf mir abstellt, wiegt nicht die Welt, und der Energydrink, den er daneben platziert, ist auch nicht erwähnenswert. Aber ich bin ja mehr als nur eine Platte. Ich bin mit ihm im Dienst. Hendrik ist nur einer von vielen, die an mir Platz nehmen, ich bin ein kollektiv genutzter Söldner unter den Möbelstücken. Gehören tue ich niemandem, zumindest fühlt es sich so an, als sei ich frei und ungebunden. In Wahrheit bin ich Eigentum des Coworking Space, ein Franchise, das in mehreren großen Städten seine Räumlichkeiten eröffnet hat. Auch mein Gefühl der Einzigartigkeit ist bei näherem Besehen eine Illusion. Ich bin massengefertigt und von meinesgleichen stehen allein hier in der Münchner Filiale 20 Stück. Mein Marktwert liegt weit unter dem, für den mich der Community Manager Mehmet bekommen hat, und der hatte schon Mengenrabatt. Es kann nicht jeder ein handgetischlerter Sekretär sein, in dessen Schubladen verfaulte Äpfel ein Schriftstellergenie beflügelt haben. Ja, vielleicht wäre es schön, sich darauf einstellen zu können, dass die Feder auf mir ‚Wilhelm Tell‘ in ein Dokument kratzt.

Dann würde ich jetzt musealisiert in einer Dichterwohnung stehen und über meinen einen Besitzer berichten: DA saß er, der große Schiller. DARAN hat er es erschaffen. Oh, Hendrik, mach mir doch auch die Ehre mit deinem UI-Design. Welche App er gerade gestaltet, weiß ich nicht, er arbeitet immer an mehreren Aufträgen parallel.

Aber auch unsere Beziehung ist nicht exklusiv. Eine schöne Tisch-Monogamie, 40 Jahre Nine to Five, ein wahrer Stammtisch, Pinnwand mit Urlaubskarten von Kollegen über mir. Ach, das wäre verlässlich. Aber ich bin nun mal nicht aus solch einem Holz geschnitzt. Zumindest streue ich die Wahrscheinlichkeit, dass an mir einmal etwas Großes passiert. Wechselnde Herrschaften nehmen an mir Platz, ich weiß nie, wem ich meine Arbeitskraft zur Verfügung stelle. So lernt man nie aus, es bleibt spannend. Ich bin eine der wenigen Konstanten in einem hochdynamischen, durch Mobilisierung und Flexibilisierung charakterisierten Arbeitsumfeld.

Aber ich greife vorweg. Ich werde gesprächig in der Dunkelheit. Man muss aber auch nicht erst ins Museum entpflichtet werden, um objektkärtchenzertifiziert Auskunft geben zu können. Ich stehe mit meinen gebürsteten Stahlbeinen mitten im Tagesgeschäft und kann aus der Gegenwart erzählen. An mir verbinden sich Arbeitsalltage, ich bekomme Dinge mit, die sind pikanter als das, was ein Nachttisch ausplaudern kann. Da bin ich wieder in altmodische Muster verfallen. Pro forma gibt es sie, die Funktionstrennung: Schreib- und Esstische. Küchen- und Nachttische. Ich aber bin multifunktional. Eine lineare Erwerbsbiographie, sich auf eine Sache festlegen – diese fordistische Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben gilt auch fürs Mobiliar nicht mehr.

 

#Fairsprechen – Verkaufsargumente und Neue Narrative

„Wir sind hier im Office Space, das sind die Flex Shared Desks. Du kannst auch einen Fixed buchen. Aber hier nimmst du einfach immer den, der gerade frei ist. Du siehst, wir machen das eigentlich einfach nach dem First Come-, First Serve-Prinzip. Die kommen immer mit mehreren Dockingstations, WLAN ist Highspeed. Du kannst in der App auch immer sehen, wie viele gerade belegt sind. Die haben wir so ausgewählt, dass sie dir optimalen Komfort bieten und auch unser Designkonzept matchen. Such dir einfach einen aus. By the way, alle höhenverstellbar, also auch als Standing Desk verwendbar.“

Heute hat er nicht gesagt, dass der minimalistische Chic des Interior die Ideen so frei fließen lässt. Das ist der Marketing-Sprech, den Mehmet abspult, wenn er potenzielle Neukunden durch die Räumlichkeiten führt. Storytellingist wichtig, das hat er sich abgeschaut bei unseren PR- und Öffentlichkeits-Arbeitenden. Clever gesetzte Wörter kreieren Stimmungen und lenken die Sinneseindrücke. Ich finde es schade, dass Mehmet mich nicht als Hot Deskbezeichnet, denn ich bin schon ein heißes Gestell, State of the Art. Ziemlich präsentabel, Industrial Design, genau die richtige Mischung aus rustikal und modern. Mit meinen optischen Qualitäten steuere ich bei zur „Ästhetisierung des Ökonomischen“. Meine dunkel gemaserte Oberfläche macht sich gut als Untergrund für ein Arrangement aus Chai Latte, Tablet und Bullet Journal. Für das Pre-Work-Selfie auf Insta: #Girlboss, #Officeinspo. Erst hier habe ich gelernt, wie man sich selbst vermarkten muss, Personal Branding nennt sich das und deshalb bin ich Statist in vielen Posts.

Ein bisschen ist es auch ein Sehen und Gesehenwerden im Coworking Space. Es ist prestigeträchtig, hier zu arbeiten. Der Blick auf die anderen Shared Desks ist nebenbei ein guter Motivator. Zu wissen, dass am Tisch neben dir vielleicht gerade eine neue KI-Anwendung ersonnen wird, die die Branche revolutionieren wird. Tischkanten als competitive edge. Die meisten hier kommen aus dem Kreativsektor. Sie sind angewiesen auf Musenküsse im Akkord und darauf, dass Innovativkraft von Schreibtisch zu Schreibtisch überspringt. Als optimale Infrastruktur für die Produktion von Einfällen soll das Design Thinking Lab dienen. Darin steht keiner von uns Tischen, es gibt nur ein paar Whiteboards für das Festhalten zündender Ideen. An dieser Kommodifizierung der Kreativität möchte ich aber ohnehin nicht mitwirken.

„Gleich daneben sind dann die Meetingräume mit Kanban-Boards, alles ausgelegt für agile Methoden, SCRUM, you name it. Aber du meintest, du machst eher Freelance, oder? So im Sustainability-Bereich, richtig? Sind übrigens auch nachhaltig produziert, die Möbel!“

Ich habe schon viele Sprachen gehört auf meinem Weg, aber diese Gespräche sind eine ganz neue Welt. Die Sprache der New Work ist durchsetzt von Anglizismen und Ausrufezeichen. Mehmets Enthusiasmus lässt alles klingen, als sei es ein Pep Talk für ein Sportteam. Vielleicht coacht er sich auch selbst. Er ist froh, jetzt Franchise-Partner zu sein. In den Räumlichkeiten hatte er vorher einen Gastrobetrieb aufgebaut, da gab es aber Personalprobleme und zu viel Konkurrenz. Flexible Arbeitsmodelle, das ist ein Wachstumsmarkt, 600 % bis 2030, hieß es im Investment Case. An jedem Neukunden hängen Erwartungen, denn finanziell trägt es sich noch nicht so ganz. Das Management des Headquarters macht ihm genaue Auflagen, damit er das Branding verwenden darf. Mit dem Bestellen von uns Möbeln musste er in Vorleistung gehen. Alles eher Top-Down als flache Hierarchien.

Ich höre immer ganz gerne, wie er meine Vorzüge preist. Dabei drücke ich auch beide (Ast-)Augen zu bei den Versprechen, auf die er reingefallen ist. Meine Massivholzplatte trägt zwar das grüne Bäumchen, aber nur weil ‚nachhaltig‘ draufsteht...?! Warum sollte ich ausgenommen sein vom Greenwashing. Meine Produktions- und Lieferkette ist aber auch undurchsichtig, schon mir fällt es schwer, all meine Stationen aufzuzählen. International und fragmentiert. Das eint mich mit der Erwerbsbiographie der Leute, die an mir Platz nehmen. Gut, ihre Bestandteile wurden nicht aus Übersee hierher transportiert, in verschiedenen Ländern zwischengelagert und erst hier montiert. Meine Wurzeln waren ganz woanders.

 

Mein Weg zum (Arbeits-)Platz. Etappe I: #Fairtigung

Abgeholzt wurde ich im Amazonasgebiet in Peru. Meine erste Bekanntschaft mit der Kettensäge war unschön, aber ich wusste ja, was mir drohte. Bei den Bäumen mit selektivem Holzeinschlag wird nur alle 20 Jahre mal einer gefällt. In meinem Gebiet aber ist es vielen vor mir schon so ergangen, die Rodung schreitet voran. Natürlich gibt es die kontrollierte Entnahme, aber es gibt eben auch das, was Tische aus schickem Tropenholz für den Großeinkauf bezahlbar macht. Die Gewinnmargen sind einfach größer, wenn illegal gefällt wird. Die ersten Hände, die meinen Stamm festzurrten am Hafen von Pucallpa, trugen Schwielen und gehörten Ruben, einem älteren Peruaner. Ob er die gefälschten Herkunftspapiere ausgestellt hat? Zersägt wurde ich dann vor dem Übertreten der Landesgrenzen, als Brett vom Zoll deklariert, spätestens da wusste keiner mehr, woher genau ich stamme. Das, was später einmal meine geschliffene Platte sein würde, wurde zertifiziert als FSC Mix, ‚aus verantwortungsvollen Quellen‘. Nun ja. Ich habe keinen Kontrolleur kennengelernt. Das Siegel wurde vom Schreibtisch aus Bonn vergeben. Mein Elektroblock ist nicht ganz so gut verarbeitet, Kunststoffgehäuse. Der Bestandteil ist Made in China. Guangdong, um genau zu sein. Fertigungsprozess am Fließband. Xan-Yi sah beim Löten übermüdet aus, wohl die unbezahlten Überstunden. Oder die Bettwanzen im Gemeinschaftsschlafraum. Gegen die giftigen Dämpfe hat sie keinerlei Schutzvorrichtung.

Es kommt manchmal zu Wackelkontakten, was Thorsten jedes Mal wieder mit Fluchen quittiert. Thorsten ist um die 50 und hat es mit dem Kreuz. Deshalb steht er. Er entspricht nicht den überwiegend aus Millennials und Gen Zbestehenden Digital Natives, die hier ein- und ausgehen. Nach jeder Recherche kommt er mit seiner Kladde und schreibt seine Reportagen an mir. Damit die Kinder ihn zuhause nicht nerven, meint er zu wechselnden Gesprächspartnern, wenn er sich einen Kaffee holt. Die Ränder seiner Tasse fräsen sich immer in mein Holz. Es ist dann meistens Laura, die mit einem leisen Seufzen ein Hygienetuch über mich gleiten lässt. Sie ist einer der Early Birds, 5 Uhr früh tritt sie an. Manchmal begegnet sie Dagmar, unserer Reinigungsfachkraft, noch. Ein Nicken als Gruß, Dagmar hat nichts dagegen, einen Tisch weniger bearbeiten zu müssen, muss sie doch bald zu ihrem nächsten Minijob. Ich sehe, wie sie dieses Mädchen beobachtet, das ihre Enkelin sein könnte. Laura ist für ihre 20 ungewöhnlich ernst, ambitioniert, durchorganisiert. Sie breitet ihr Setup auf mir aus: Wasserflasche, Notebook, Planer, Headset. Alles stets am selben Platz. Während Dagmar über den Boden wischt, swiped Laura durch das Pitch Deck, das sie für ihren Vorgesetzten erstellt hat. Sie absolviert ihr Remote-Praktikum bei einer Unternehmensberatung in New York. Unbezahlt. Das macht sich gut im CV. Das Privileg, in diesem Haus ein Praktikum ergattert zu haben, ließe sich monetär ohnehin nicht aufwiegen, zwinkerte der CEO ihr beim Bewerbungsgespräch jovial zu. Ihr American Dream? Ich war noch nie in den USA und doch wurden meine Geschicke durch einen großen Online-Versandhändler aus Seattle wesentlich mitbestimmt.

 

Mein Weg zum (Arbeits-)Platz. Etappe II: #Fairsand

Durch die Kartons nur gedämpft hörte ich, wie Bashir radebrechend bedeutete, dass er von Mehmet eine Unterschrift für die Lieferung brauche. Spürbar aber war die Erleichterung, dass der ihm diese anstandslos leistete und auf Arabisch antwortete. Schritte, das überhastete Weggehen, damit er seine Ausfahrten alle in der vorgegebenen Zeit schafft. Uns Pakete musste er beim Distributionscenter morgens abholen, wir waren aber ganz hinten dran für die Auslieferung. Wir waren sicherlich schon 12 Stunden unterwegs, aber er hat den Zeitmesser teils ausgeschaltet, wie es ihm vom Subunternehmer geraten wurde. Die ‚letzte Meile‘ des Online-Handels wird meistens von männlichen Migranten unternommen. Der Einstieg als Gig Worker war leicht, in der Plattformökonomie wird nicht einmal ein Gewerbeschein benötigt. Arbeitszeitschutzgesetz, Mindestlohn, Gewerkschaften. Dass er als Scheinselbständiger aus dem Versicherungsnetz fällt, all das weiß Bashir nicht, denn er versteht die Sprache der Verträge kaum. Er ist froh, noch ohne Papiere direkt Arbeit gefunden zu haben. Was soll er sich beschweren, er kann sich die Aufträge als Kurier frei einteilen, autonom und flexibel. Mehr oder weniger. Eigentlich weniger, die Routen werden ihm von der App auf seinem Privathandy vorgegeben, die die Befolgung der Auslieferung anhand seiner GPS-Koordinaten kontrolliert.

Bashir habe ich nicht mehr gesehen, als ich aufgebaut war, aber immer mal wieder kommen junge Männer, die etwas für die virtuellen Büros abliefern. Sie sehen anders aus als der Rest hier. Der typische Coworking Space-Nutzer ist etwa 30 Jahre alt. Ledig. Überwiegend weiß. Hochqualifiziert. Privilegiert. Thorsten ist altersmäßig schon ein Ausreißer. Ein Boomer. So divers, wie sich das Unternehmen gerne präsentiert, ist unsere Kundschaft dann doch nicht. Das mag an den Preisen liegen. Der gleiche Zugang, die wünschenswerte Vielfalt ist eben doch nicht nur an soziokulturelle Faktoren gebunden. Natürlich haben wir eine DEIB-Richtlinie. Diversity, Equity, Inclusivity, Belonging. Schöne Werte, aber die gelten eben erst, wenn du zahlungskräftig genug bist, hierher zu gehören. Ob die Preise fair sind, kann ich nicht beurteilen, es gibt aber ohnehin so viele Bezahlmodelle, dass ich den Durchblick verloren habe. Im Monat koste ich 450 Euro. Nun, das ist nicht gänzlich wahr, ich bin nur die Holz-Hardware, an der sich das Offer aufhängt. Eigentlich steht die Experience im Vordergrund. Dieses Pulsieren der Ideen, die brodelnde Kreativität. Sie sind im Preis ebenso inbegriffen wie die Kaffee-Flatrate, der Zugang zum Chillout Room und vor allem zur Community.

 

#fairbunden: Kollegen mit gewissen Vorzügen

„Wir verstehen uns hier als eine große Gemeinschaft von Vorwärtsdenkern. Du wirst sofort Teil unseres Startup-Ökosystems. Du kannst dann bei unseren Gründer-Meetups auch von dem gebündelten Insiderwissen und dem Entrepreneurial Spirit profitieren. Wir haben diese Woche auch eines unserer After-Work-Networking-Events, steht auch alles direkt oben auf der Homepage.“

Das Zahlungsmodell ist nicht so durchsichtig, dazu muss man ganz runter scrollen auf der Homepage. Dass sich die Mitgliedschaft automatisch verlängert, steht im Kleingedruckten des Vertrags. Aber dann will man ja bestenfalls auch nicht mehr lassen von der von Aufbruch, Zeitgeist und Dynamik geschwängerten Atmosphäre. Von den Connections. Eine feste Belegschaft gibt es hier nicht, ich bin einer der wenigen Angestellten. Es sind vordergründig Einzelkämpfer, Freiberufler oder kleine Teams, eine Vielzahl von Meconomies. Viele bleiben unter sich, mit AirBuds im Ohr schotten sie sich gekonnt gegen Smalltalk ab. Hendrik ist so einer. Andere aber kommen hauptsächlich hierher, um in das Netzwerk einzusteigen, das Sozialkapital anzuzapfen. Für die Synergieeffekte: Um in den Pausen zu brainstormen, strategische Allianzen zu schmieden, auszutesten, ob man ein neues Projekt starten könne. Man investiert hier nicht nur in einen Arbeitsplatz, sondern in die Zukunft, in Hipness, in Vitamin B. Und in potenzielle Angel Investors.

 

#fairheizt: Das Zelebrieren der ‚Hustle Culture‘

Produktivität ist die Währung, die hier symbolisches Kapital verschafft. Der schnöde Mammon wird dafür erstaunlich wenig thematisiert. Einen Blick auf den Kontostand habe ich nur manchmal beim Aufruf der Onlinebanking-Seite erhascht. Danach wird dann etwas verbissener gehustlet. Noch ein bisschen mehr geben, etwas früher aufstehen, etwas später gehen. Alles eine Frage des richtigen Mindsets. Noch eine Statusmeldung auf LinkedIn: #riseandgrind. Nirgends wird die Selbstausbeutung effizienter romantisiert. Auch sie sitzen an mir, die „Arbeitskraftunternehmer“, die Arbeitskraftprotze sein wollen. Sie haben die neoliberalen Leistungsimperative internalisiert, die weitergegeben werden in Produktivitätsratgebern wie Atomic Habits oder Eat That Frog. Jeder Slot in ihren Google-Calenders ist so befüllt, dass ihr Biorhythmus mit maximaler Effektivität synchronisiert ist. Sie unterwerfen sich selbst einem neo-tayloristischen Kontrollregime, alle Arbeitsschritte sind ausgerichtet nach Kriterien der Selbstdisziplinierung und -optimierung. Die Führung ihrer Ich-AG erfolgt als Projekt, ihr Potential zu erfüllen. Die Startup-Gründer haben Sitzfleisch, sie verbringen an mir 14-Stunden-Tage. Sie sind ihr eigener Boss und einziger Mitarbeiter. Damit geht ihrBetriebsrat – nenne ich es Vernunft? – nie auf die Barrikaden. Sie zahlen sich selbst keinen Lohn, denn sie huldigen dem „cult of imagination“, halten sklavisch an dem Traum der finanziellen Freiheit fest. Work-Life-Balance bedeutet für sie Work jetzt, Life später. Ihre auf mir ausgebreiteten Businesspläne sind hoffentlich differenzierter. Sie hängen drin mit dem Kern ihres Wesens, mit dem Startkapital ihrer Freunde, ihrer Eltern womöglich. In wenig anderen Branchen ist die Identifikation mit dem eigenen Tun so stark und die intrinsische Motivation dermaßen hoch. Sie brennen für ihre Ideen. Das müssen sie auch, denn sonst machen ihnen die Kapitalgeber Feuer unter dem Hintern. Bis das ‚unternehmerische‘ zum „erschöpften Selbst“ wird. Und sie ausbrennen. So war Hot Desk nicht gemeint.

 

#fairnetzt: Materialität in der digitalisierten Welt

„Die Drucker und Kopierer sind auf Fair Use-Basis.“ Das kann Mehmet so großzügig anbieten, da ohnehin nur Thorsten, der all seine Artikel nur analog Korrekturlesen kann, etwas ausdruckt. Papier sieht man hier selten, die Leute schreiben mit ihren Stiften sogar auf die Bildschirme. Wenn ich mir meinen Karriereweg ansehe, wird mir meine Materialität wieder bewusst. Wie ich gefräst wurde, gesägt, gebeizt, geölt. Hier ist das meistgenutzte Asset meine Ladestation, beinahe alles auf mir ist digital und virtuell, die Arbeit immateriell. Alle sind sie in sich überschneidenden Netzwerken verfangen, virtuell organisiert über Slack-Kanäle oder Microsoft-Teams, über Emailkonten und Zoom-Meetings. Die so vernetzten Kollegen sitzen vielleicht in Dubai, New York oder Berlin, in anderen Zeitzonen, in anderen Coworking Spaces. Dass es mich überhaupt noch braucht – die wirklich Mobilen slacken in den Sitzsäcken und haben ihren Laptop auf dem Schoß. Aktivitätsbasiertes Arbeiten. Reise nach Jerusalem durch die digitalen Nomaden, mal hier, mal da. Es sind Wissens- und Kopfarbeiter, die oft selbst zu vergessen scheinen, dass sie mit ihrem Körper an mir sitzen. Erst, wenn auf mir eine Bäckertüte landet, fällt auf, dass es sich hier um Wesen mit physischen Bedürfnissen handelt.

 

#faireint: Ich bin alles, nur kein Wickeltisch

Thorsten bringt meistens Tupperdosen mit. Die befüllt seine Frau, wie er bei einem Kaffeegang einem jungen Studenten berichtet, dessen Pomodoro-Timer auf dem Smartphone unablässig herabzählt. Die beklagt sich schon, dass er so wenig Zeit für die Familie habe und alles an ihr hängenbleibe. Aber was wolle man machen, immerhin sei das die Absprache gewesen: Er schaffe das Geld ran, sie halte ihm den Rücken frei. Der Student nickt verständig, seine Deep Work-Session hat er innerlich schon abgeschrieben. Das Räuspern am Tisch dahinter stammt von Eva, Informatikerin. Auf ihrem Laptop klebt der Sticker „Will Work for Equal Pay“. „Immer auf dem Rücken der Frauen“, murmelt sie und „Vereinbarkeitslüge“.

Die klassischen zwei Bereiche. Durch den Coworking Space sind sie für Thorsten wieder schön kategorial getrennt. Natürlich hat er auch zuhause ein Arbeitszimmer, die Redaktion bezahlt ihm aber den Platz hier. Damit wird sein Heim wieder sein Refugium. So kann er, der Versorger, in der produktiven Sphäre ‚außer Haus‘ den Lebensunterhalt verdienen, seine Frau verbleibt bei den Kindern und dem Haushalt. Und macht in Teilzeit Home-Office für ihre Firma. Die wiederum preist diese Hybridlösung als familienfreundlich an und spart sich einen Tisch im Büro. An Thorstens Küchentisch wird in Teleheimarbeit wiedervereint, was für Care-Arbeiterinnen ohnehin nie voneinander gelöst war, Arbeit und Privatleben, „Lebensführung als Arbeit“.

 

#unfairarbeitet: Ungleichzeitigkeiten im globalisierten Kapitalismus

Manchmal komme ich mir unheimlich alt vor. Dabei wurde ich erst vor einem halben Jahr hierhergebracht von Bashir. Es ist nicht nur die schnelllebige Grundstimmung und die hohe Fluktuationsrate. Es sind die Entwicklungsstadien und Welten, die ich in meinem Produktionsprozess durchlaufen habe. Ihre Spuren bleiben an mir, die vielen Hände, die mich gefräst, geschliffen und verpackt haben. Ruben, Xan-Yi, Bashir. So viele Menschen, die an mir gearbeitet haben, damit diese Menschen an mir arbeiten können, Laura, Thorsten, Hendrik. Welch unterschiedliche Arten und ökonomische Kontexte der Arbeit, in denen Selbstverwirklichung zurücksteht hinter dem bloßen Überleben, in dem es um Subsistenzerhalt statt Existenzgründung geht. Es scheint mir, als hätte ich während meiner Genese einen Schnelldurchlauf durch die Arbeitsgeschichte genommen. In Wahrheit läuft im globalisierten Kapitalismus alles synchron. Während hier im industrialisierten Westen über die 4-Tage-Woche diskutiert wird, stehen andernorts 7-Tage-Wochen außer Debatte.

Von der Fertigung über den Transport bis zu meiner Nutzung wurde ich Zeuge verschiedener Problemfelder (un)fairer Arbeit. Naiv wie ich war, nahm ich an, sobald ich hierherkomme, an meinen schnieken Platz mitten in der urbanen Szene, bin ich auf der Gewinnerseite. Jetzt sind die atypischen Beschäftigungsverhältnisse in meinem Arbeitsumfeld weiterhin erschreckend typisch. Dagmars Altersprekarität steht neben Lauras ausgenutzter Aufstiegshoffnung. Ob Bashir oder Hendrik ihr Schaffen als prekarisiert einschätzen, wenn sie sich von Auftrag zu Auftrag klicken? Reporter wie Thorsten oder Mehmets Neukundin, die irgendetwas mit Sustainability macht, müssen ansprechen, wie fair Arbeiten in unserer globalisierten Postmoderne überhaupt sein kann.

Denn was kann ein Tisch schon über faire Arbeit erzählen?

 

 

Anmerkungen

  1. Bei den hier vorgestellten Überlegungen des Tisches bilden die ‚Beine’ qualitative Inhaltsanalysen von Medienbeiträgen und Anbieter-Websites, die literarisch verdichtet wurden. Ergänzt wurden diese durch Einbezug arbeitskultureller und -soziologischer Fachliteratur. Mit den fiktiven Figuren des Designers Hendrik, des Freelancers Thorsten, der in der Beratung tätigen Laura und der IT-lerin Eva sind die Hauptbranchen, die in Coworking Spaces versammelt sind, abgedeckt.
  2. Da dieser Beitrag aus der Perspektive des Tisches verfasst ist und ich bei mentalen Vorgängen nicht von Gendern ausgehe, wird das generische Maskulinum verwendet.
  3. Vgl. Löfgren, Orvar: Working for the New Economy. The New Gilded Age. In: Hess, Sabine/ Moser, Johannes (Hg.): Kultur der Arbeit – Kultur der neuen Ökonomie. Graz 2003, S. 73-88, hier S. 79.
  4. Reckwitz, Andreas: Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung. Berlin 2012, S. 140.
  5. Zahlen in Anlehnung an Schätzung des Unternehmens IWG. Online unter: https://www.iwgplc.com/de-de/develop-a-location/the-market (Stand: 25.07.2024).
  6. Vgl. Castro, Aramís/Maron, Nicole: Holzhandel in Peru Teil II: Der lange Arm der Holzlobby. Erstellt am 06.12.2022. In: Tentakel Magazin. Online unter: https://tentakel-magazin.ch/der-lange-arm-der-holzlobby/(Stand: 25.07.2024).
  7. Vgl. Ladwig, Manfred/Reutter, Thomas: Die Ausbeutung der Urwälder: Kann ein Öko-Siegel die Forstindustrie stoppen? Arte 2018. Online unter: https://www.youtube.com/watch?v=b-3vvomF3KEY (Stand: 24.07.2024).
  8. Vgl. China Labor Watch: An Investigative Report On Dongguan Dongwon. Erstellt am 11.03. 2019. Online unter: https://chinalaborwatch.org/an-investigative-report-on-dongguan-dongwon/ (Stand: 24.07.2024).
  9. Vgl. Kirschner, Christoph/Meerpohl, Till/Beyer, Jürgen: Amazon ausgeliefert – Eine Studie zu Prekarität und Machtressourcen der für Amazon Logistics arbeitenden Zusteller:innen. In: WAO Sociology Discussion Paper 2 (2022), S. 10.
  10. Vgl. ebd., S. 15.
  11. Vgl. Foertsch, Carsten: Global Coworking Survey 2019. ‚Es ist ein Mädchen!‘: Die Mitglieder von Coworking Spaces. Erstellt am 05.03.2020. In: DeskMag. Online unter: https://deskmag.com/de/coworkers/die-mitglieder-von-coworking-spaces-frauen-demografie-report-bericht-1033 (Stand: 25.07.2024).
  12. Albers, Markus: Willkommen in der Meconomy. In: Kaudelka, Karin/Kilger, Gerhard (Hg.): Eigenverantwortlich und leistungsfähig: Das selbstständige Individuum in der sich wandelnden Arbeitswelt, Bielefeld 2013, S. 123-132.
  13. Pongratz, Hans J./Voß, Günter: Arbeitskraftunternehmer. Erwerbsorientierungen in entgrenzten Arbeitsformen. Berlin 2003.
  14. Vgl. Schönberger, Klaus: „Ab Montag wird nicht mehr gearbeitet“. Selbstverwertung und Selbstkontrolle im Prozess der Subjektivierung von Arbeit. In: Huber, Birgit/Hirschfelder, Gunther (Hg.): Die Virtualisierung der Arbeit. Zur Ethnographie neuer Arbeits- und Organisationsformen. Frankfurt/M. u.a. 2004, S. 239-266, hier S. 245.
  15. Löfgren, S. 78.
  16. Bröckling, Ulrich: Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. Frankfurt a.M. 2007 sowie Ehrenberg, Alain: Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart. Frankfurt a.M. 2008.
  17. Voß, Günter G: Lebensführung als Arbeit. Über die Autonomie der Person im Alltag der Gesellschaft. Stuttgart 1991.

Was heißt eigentlich fair? Und was bedeutet arbeiten? Das Kunstwort „fairarbeiten“, noch dazu versehen mit einem Hashtag, wirft eine Reihe an konzeptuellen Fragezeichen auf. Zur Konkretisierung und Rahmung der Denkfigur des #fairarbeitens soll eingangs kurz skizziert werden, wie im Sommer 2023 spontan die Idee zu dieser kuckuck-Ausgabe entstand; wie diese weiterentwickelt wurde und schließlich in Zusammenarbeit mit der IG Kultur Steiermark in einen Call for Papers für das vorliegende Themenheft #fairarbeiten mündete.

Jede gute Reflexion beginnt mit einer Selbstreflexion. Angefangen hat alles mit einem klassischen Schwellengespräch am Grazer Institut für Kulturanthropologie, bei dem es um das Honorar für Layout und Satz des kuckucks ging. Zur Diskussion standen die Arbeitsbedingungen im Universitätsbetrieb, prekäre Beschäftigungsverhältnisse im wissenschaftlichen Feld sowie FairPay als umstrittenes Thema in der Kunst- und Kulturpolitik: Seit Jahren wird die Grafik – wie auch die gesamte Produktion (Konzept-, Redaktions-, Werbe- und Vertriebsarbeit) der kuckuck-Hefte – höchst engagiert, inspiriert, präzise, verlässlich und: quasi gratis gemacht. Keine*r der beteiligten Studierenden, Forschenden, Mitarbeitenden und Autor*innen – mit je unterschiedlicher soziökonomischer Situierung – zählt oder verrechnet die Arbeitsstunden: weder beim Konzipieren von Themen, beim Verfassen der cfps, beim Kommunizieren mit den Autor*innen, beim Lektorieren der Texte, beim Verfassen der Editorials, beim Schreiben der Texte, beim Gestalten der Kunstbeiträge oder beim Korrigieren der Druckfahnen, noch bei Verwaltungs- und Öffentlichkeitsarbeiten wie dem Aktualisieren von Adressdateien, beim Betreuen der Website und des Instagram-Accounts oder beim Einkuvertieren und Versenden der fertigen Hefte.

Die abwechslungsreiche Arbeit beim kuckuck ist „freiwillige Arbeit“, deren Wert sich für jede*n anders gestaltet: als Knüpfen und Pflegen von Bekanntschaften an der Universität, als Sammeln von Erfahrung im wissenschaftlichen Feld, als inspirierende Denk- und Forschungswerkstatt, als Nachwuchsförderung oder als bewusste Unterstützung eines offenen und kreativen Publikationsformats abseits etablierter Fachzeitschriften – um hier nur einige Motive für eine Mitarbeit beim kuckuck zu nennen. Jede*r bringt an Zeit und Ideen ein, was er*sie gerade einbringen kann und will, je nach Ressourcen und Interessen. Wer nicht mehr mitarbeiten kann oder will, steigt aus. Wer gerade zu viel an anderen Reproduktions- oder Lohnarbeiten zu erledigen hat, steckt zurück bzw. pausiert. Wer zu wenig Resonanz für seine Arbeit erfährt, die Wissenschaft verlässt oder neue Prioritäten setzt, geht wieder. Entscheidungen und Prozesse laufen möglichst transparent und demokratisch ab, wobei langgediente Herausgeber*innen und Redaktionsmitglieder über mehr Erfahrung, mehr Wissen, mehr Weitblick, mehr Verantwortung und damit auch über mehr Entscheidungshoheit verfügen. Getragen wird die (unbezahlte) Arbeit beim kuckuck von einem möglichst wertschätzenden, egalitären, sorg- und achtsamen Umgang miteinander.

Die Arbeit beim kuckuck, so der Grundtenor des Schwellengesprächs über FairPay im Kulturbereich und in der Wissenschaft, ist freiwillig und weitgehend fair. Sie gibt allen Beteiligten abseits monetärer Entgeltung viel zurück – an symbolischem, kulturellem und sozialem Kapital. Gleichzeitig blieb die Frage offen, ob hier überhaupt von fairem Arbeiten im Sinne einer zumindest gerechten immateriellen Entlohnung gesprochen werden soll – und ob diese Frage mit Blick auf Prekaritätslagen in anderen Arbeitsbereichen wie der Reinigungs- oder Pflegearbeit überhaupt angemessen ist. Darüber hinaus begann auch ein Nachdenkprozess darüber, inwiefern die Arbeit beim kuckuck mit Hannah Arendt nicht gerade deswegen als fair bezeichnet werden könnte, da sie sämtliche Dimensionen des tätigen Lebens umfasst, da Arbeiten (z.B. Einkuvertieren), Produzieren (z.B. Grafik, Korrektorat …) und Handeln (z.B. Konzeption, Redaktion …) idealerweise von allen gleichwertig getätigt werden. Und ob für eine vertiefende Analyse nicht vor allem auch die Frage nach der sozialräumlichen und habituellen Situiertheit der Beteiligten zu stellen wäre. Schließlich sind es, wie im Wissenschaftsbetrieb und auch dem Studium der Kulturanthropologie allgemein, vor allem Frauen, die freiwillig und gratis mitarbeiten, im Besonderen, wenn es um Erledigungen in den Bereichen „Arbeiten“ und „Produzieren“ geht.

Auch die Arbeit beim kuckuck, so eine erste Conclusio, ist ein Teil des sozialen Feldes der universitären Wissensproduktion und damit geprägt von Dynamiken und Ungleichheiten der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. Deren „doppelte Buchführung“ (Bourdieu), die zwischen utilitaristischer Lohnarbeit und (scheinbar) nicht-utilitaristischen Tätigkeiten unterscheidet, verschleiert die ökonomische Grundlage jeglicher „freiwilligen Arbeit“ – vor allem auch in den Feldern der Kunst und der Wissenschaft, denn: Freiwillige Arbeit muss sich ein*e soziale*r Akteur*in einerseits leisten können. Andererseits muss mensch im Laufe der Sozialisation jenes kulturelle Kapital akquiriert haben, das unbezahlte Arbeit trotz – oder sogar wegen – ihrer Dimension der nicht-monetären Entlohnung als wertvoll einschätzen lässt. Dass wir die Arbeit beim kuckuck als freiwillig und weitgehend fair vermuten, hat mit Blick auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen – die Bedingungen der Möglichkeit hier überhaupt mitarbeiten zu können und zu wollen – wohl einen blinden Fleck.

Die vorliegende kuckuck-Ausgabe als Folge des oben skizzierten Schwellengesprächs über die Fairness von Arbeit in Kunst-, Kreativ- und Wissensarbeit wird sich diesem blinden Fleck der stets habituellen und ökonomischen Konditioniertheit jeglicher Vita Activa zwar nicht mit Bezug auf unsere Arbeit beim kuckuck widmen. Sie nimmt aber andere Bereiche des tätigen Lebens in den Blick und fragt intersektional perspektiviert nach fairer Entlohnung, Wertschätzung und Sichtbarkeit von Arbeit anhand signifikanter Felder der Gegenwart. FairPay im Kultur- und Kreativsektor spielte dabei von Beginn an eine wesentliche Rolle. So waren der Austausch und die Kooperation mit der IG Kultur Steiermark, die seit Jahrzehnten für FairPay in der Freien Kulturszene kämpft, eine konzeptuelle Basis unseres Calls. Dieser regte neben Texten zu #fairarbeiten im künstlerischen Feld auch zu Einreichungen zu Unterhaltsreinigung, Haushaltshilfe, Grundeinkommen, Pflegearbeit, Landwirtschaft, Fahrradbot*innendiensten und Striptanz an.

Im Fokus steht die Frage nach Rekonfigurationen der Arbeitswelt in Wechselbeziehung mit gerechten Gesellschaftsentwürfen. Der #fairarbeiten-kuckuck fragt nach dem Verhältnis von Fairness und Arbeit vor dem Hintergrund aktueller Transformationen der Arbeitswelt. Prekarität ist dabei überall: mehr, schneller, effizienter produzieren, folgt den Prämissen der Moderne. Subjektivierung und Flexibilisierung erfahren Zuspruch und bewirken tendenziell das Auflösen der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben. Unterschiedliche Achsen der Ungleichheit konvergieren: Rassismus, Klassismus, Sexismus, Alter. Die (Re-)Produktion von (un-)gerechten Arbeitsverhältnissen wird durch Mehrfachdiskriminierung, befristete Arbeitsverträge, fehlenden Arbeitsschutz, niedrige Entlohnung, Leiharbeit, Flexibilisierung in Bezug auf Arbeitszeit, -ausmaß und -ort vorangetrieben. In der #fairarbeiten Ausgabe des kuckucks stehen Fragen um atypische Erwerbsverhältnisse gekennzeichnet von einer politischen Ökonomie der Ungewissheit, um gerechte und ungerechte Tauschbedingungen im Zentrum.

Auf besonders dichte und vielschichtige Weise zeigen sich Fragen um #fairarbeiten – um soziale (Un-)Gleichheit, gerechte Löhne und Anerkennung – in der gegenwärtigen arbeitsteiligen Gesellschaft im Bereich der bezahlten Care-Arbeit in privaten Haushalten. Francesca Barp geht diesen signifikanten Konfliktlinien gegenwärtiger Arbeitserhältnisse in ihrem Text „Home is where the work is“ am Beispiel von Arbeitskämpfen von migrant domestic workers nach. Für diese fallen Lohnarbeit und Care-Arbeit im Zuhause anderer zusammen. Sie kümmern sich – bezahlt – um die Haushalte anderer Menschen, sodass diese außerhalb des privaten Heims Lohnarbeit nachgehen können. Gleichzeitig findet diese „entwertete“ Arbeit in prekären Arrangements statt, in denen intersektional diskriminierte Arbeiter*innen überausgebeutet werden. Haushaltshilfen im privaten Bereich sind mehrheitlich Frauen mit Migrationsgeschichte, was auch für Mitarbeitende in der Unterhaltsreinigung gilt. Diesem Bereich widmen sich Hanna Wäger und Luna Mareć in ihren zweisprachig verfassten Überlegungen zu #fairarbeiten in der Unterhaltsreinigung. Entlang der Fragestellungen „Was ist (un-)faire Arbeit?“ und „Welchen Wert hat nicht-sichtbare Arbeit?“ denken die beiden über die Reinigungsindustrie mit ihren prekären Arbeitsbedingungen als Sinnbild für Anerkennungsfragen der gegenwärtigen Gesellschaft nach. Die Arbeit ist weitgehend unsichtbar: „Mülleimer leeren, Tische abwischen, Regale abstauben. Böden wischen, Spinnweben entfernen, Toiletten und Bäder reinigen. Flure, Aufzüge, Treppen.“ Die Autorinnen versuchen sich in ihrem Beitrag an einem für sie neuen Format: Die Forscherin Hanna, die ihre kulturanthropologische Masterarbeit mit dem Titel „Weggewischt?“ zur Un_Sichtbarkeit von Frauen* in der Reinigungsindustrie verfasst hat, und ihre Forschungspartnerin, die Reinigungskraft Luna, schreiben keine wissenschaftliche Abhandlung im klassischen Sinne. Vielmehr gestalten sie ihren gemeinsamen Text fragmentarisch, folgen den verzweigten Verläufen ihrer Gespräche und schreiben sich damit in die hohe Kunst repräsentationskritischer Formate im kulturanthropologischen Feld ein.

Während Tische bei Wäger und Mareć ein Objekt ihrer Überlegungen zu #fairarbeiten sind, wird der Schreibtisch im Text von Jana Paulina Lobe zum nicht-menschlichen Akteur. „Wie/Was ein Schreibtisch #fairarbeiten muss. Oder: Was kann ein Tisch schon über faire Arbeit erzählen?“ fragt die Autorin, um aus der Perspektive des Tisches über die Arbeitsbedingungen der Kreativen, „die keine Grenzen kennen“, zu berichten. Seine detaillierten Beobachtungen zum prestigeträchtigen Arbeiten in einem Coworking Space handeln von „Musenküssen im Akkord“, „von Innovationskraft, die von Schreibtisch zu Schreibtisch springt“, von der „Kommodifizierung der Kreativität“, von billigproduzierten Möbelstücken, Sustainability, Vereinbarkeitslügen und Ungleichzeitigkeiten im globalisierten Kapitalismus. Der Tisch wird zum Zeugen verschiedener Problemfelder (un)fairer Arbeit und fragt angesichts der beschränkten Reichweite seiner Erzählung letztlich etwas resigniert: „Denn was kann ein Tisch schon über faire Arbeit erzählen?“.

Einen Einblick in die (un)fairen Arbeitsbedingungen von Selbstständigen in der spätkapitalistischen Weltgesellschaft bietet auch Isabella Hesse in ihrem Artikel über „#fairarbeiten im Kontext von Stripclubs“. Dabei geht es ihr gerade nicht darum, die im Diskurs um Sexarbeit vielfach reproduzierte Dichotomie zwischen Zwang und Freiwilligkeit dieser Arbeitsform zu reproduzieren. Ziel ist vielmehr eine nuancierte Untersuchung von Arbeitsverhältnissen zur Formulierung einer konstruktiven Kritik an Ausbeutung und Stigmatisierung sexualisierter Dienstleistungen. Hesse zeichnet dabei die Ambivalenzen der (Schein-)Selbstständigkeit der Tänzerinnen nach und zeigt auf, dass Freiheit und Flexibilität („Ich bin mein eigener Boss.“) zwar vielfach gelobt werden. Aufgrund der genauen Vorgaben der Clubs jedoch Strategien des „Self care“ zum Schutz vor Burnout in ausbeuterischen Konditionen entwickelt werden müssen. Fairness ist im Fall der Stripperinnen vor allem auch dort gefordert, wo – im Vergleich mit anderen Körperlichkeit fordernden Arbeiten – der „Verkauf des Körpers“ als autonome Entscheidung abgesprochen wird.

„Chef:in sein“ übertitelt Thassilo Hazod seine Ausführungen zu Direktvermarktung und den Wert landwirtschaftlicher Arbeit. Mit einem fast wortgleichen Zitat, wie es auch Hesse in ihrer Studie zu Stripperinnen anführt („Ich bin mein eigener Boss.“), verweist er auf eine wesentliche Motivation von Landwirt*innen trotz schwieriger struktureller Bedingungen, landwirtschaftlicher Krisen und entgrenzter Arbeitsverhältnisse weiter zu machen. Am Beispiel dreier landwirtschaftlicher Familienbetriebe zeigt er einerseits die Heterogenität seines Forschungsfeldes auf. Andererseits verweist auch auf den durchwegs hochgeschätzten Wert, den anerkennende Resonanz durch Kund*innen und weitgehende Autonomie in der Gestaltung von Arbeitsprozessen zur Kompensation der (körperlich) anspruchsvollen Arbeitsbedingungen haben.

Während sich Hazod in seinen ethnografischen Studien dem ruralen Beruf der Bäuer*innen zuwendet, beforscht Konstantin Mack einen zeitgeistiges städtisches Arbeitsfeld: die Fahrradbot*innen als „Archtypus neuer digitaler Arbeitsarrangements“ (Heiland). Sein Artikel „Gegen die Zeit fahren“ untersucht den gegenwärtigen Boom der Fahrradbot*innen zwischen Prekarität und Subjektivierung. Wenngleich bereits in den USA des Jahres 1894 Kurierdienste mit Fahrrädern angeboten wurden, unterscheiden sich die aktuellen Arbeitsbedingungen vor allem durch technologische Entwicklungen im digitalen Bereich: Zeitliche Kontrollinstrumente auf der Grundlage von algorithmischem Management bestimmen die Abläufe und prägen die Personal- und Unternehmensorganisation der Plattformdienste. Angesiedelt im Niedriglohnsektor stellt sich gerade bei Fahrradbot*innen die Frage nach der Fairness von Wirtschaftsformen vor dem Hintergrund digitaler Steuerungstools.

Politischen Lösungen zur Sicherung einer menschenwürdigen Existenz von Menschen im Niedriglohnsektor geht der Essay von Charlotte Sammet nach. Übertitelt mit der Frage „Armut trotz Arbeit?“ formuliert die Aktivistin ein Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Sie hinterfragt die Annahme, der Niedriglohnsektor sei ein (prekäres) Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit und steht ein für die Forderung eines guten Lebens für Alle – „ohne Arbeitszwang“. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, so das Plädoyer der Autorin, würden Menschen, die einen Job mit unfairen Arbeitsbedingungen ablehnen, weniger in ihrer Existenz gefährdet sein.

Die Kuratorinnen Katia Huemer und Eva Tropper widmen sich in ihrem Text „Marginalisierte Arbeit sichtbar machen“ einer neuen Konjunktur von ‚Arbeit‘ in Museen. Am Beispiel von zwei Ausstellungen im Universalmuseum Joanneum Steiermark reflektieren sie die Rolle von Museumsmacher*innen bei der Konstitution dessen, was unter ‚Arbeit‘ verstanden wird. Indem Ausstellungen das Potential haben, wenig beleuchtete Seiten von Arbeit (wie Geschlechterordnungen, Ausbeutung und ungerechte Lohnverteilung) öffentlich erfahrbar zu machen, kommt den visuellen Repräsentationen im musealen Raum auch eine gesellschaftliche Verantwortung zu. So war es das explizite Ziel von „24/7“ (Kunsthaus Graz) und „Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966“ (Museum für Geschichte) Macht- und Unterdrückungsstrukturen in der Arbeitswelt sichtbar zu machen und öffentlich zur Diskussion zu stellen.

Der Kritik, Diskussion und möglichen Transformation von ungerechten Arbeitsverhältnissen durch öffentliche Darstellungsformate widmet sich auch Michael Wrentschurs Artikel „Prekäre Kunst und Kulturarbeit überwinden. Szenische, theoretische und empirische Perspektiven“. Am Beispiel des interaktiven Theaterprojekts MEHR.WERT (Schwerpunkt: Working Poor – Prekäre Arbeit) zeigt er nicht nur prekäre Arbeits- und Produktionsbedingungen im künstlerischen Feld auf, sondern weist Wege, wie durch partizipative Zugänge möglichst viele – von direkt Betroffenen bis zu politischen Verantwortlichen – in öffentliche Aushandlungsprozesse um faire Kulturarbeit involviert werden können. Mit Bezug auf den Kunsttheoretiker Michael Hirsch und die zunehmende Spaltung zwischen privilegierten und prekären Beschäftigten im künstlerischen Feld verweist Wrentschur auf die „Dialektik zwischen wahrer, freier künstlerisch-intellektueller Tätigkeit (als universalem Modell der Befreiung von Lohnarbeit und dem Zwang zur Nützlichkeit) und falscher Unterwerfung unter eine prekäre Form der Selbstausbeutung und des Selbstunternehmertums“.

Eine kurze Notiz zu Wrentschurs Text findet sich in Lidija Krienzer-Radojević Beitrag „Fair Pay für Kunst und Kulturarbeit“. Darin zeichnet die Obfrau der IG Kultur Österreich Geschichte und Herausforderungen des Kampfes um gerechte Arbeitsbedingungen nach.

Den vielfachen Ambivalenzen von Arbeitsverhältnissen im künstlerischen Feld widmet sich auch Sarah Kühne mit der Forschungsgruppe für Empirische Sozialwissenschaften der Fachhochschule Vorarlberg. Ihr Text ist übertitelt mit dem Zitat „Ich kann jetzt wieder schlafen“, das die beruhigende Wirkung existenzieller Absicherung von Künstler*innen durch ein Jahresstipendium in Zeiten von Corona auf den Punkt bringt. Als „lautlose Leserin“ initiierte und beobachtete sie einen Dialog zwischen zwei Künstlerinnen zu den alltäglichen Herausforderungen zwischen Care Arbeiten und kreativem Schaffen.

Als künstlerische Repräsentation und empirisch wie theoretische dichte Verhandlung prekärer Arbeitsverhältnisse im Pflegebereich versteht sich auch der Kunstbeitrag der kuckuck Ausgabe #fairarbeiten. Die Buchstaben in Kartoffeldruck, mit denen Christine Braunesreuther zeichnerische Darstellungen von 24-Stunden-Betreuungskräften (Comics: Tine Fetz) überstempelt, formen den Liedrefrain „work, work it, work, work to be a winner“ aus Marie Davidsons Album „Working Class Women“. Mit Bezug auf Arlie Hochschild und Silvya Federici markiert und kritisiert sie die rassistischen Grundlagen der „global care chain“.

Der vorliegende #fairarbeiten-kuckuck bietet somit ein breites Spektrum an Perspektiven zu Fragen um gerechte Arbeit, wobei dieses Spektrum selbstverständlich nicht als vollständig betrachtet und an vielen weiteren Beispielen weiterdiskutiert werden kann. So möchten wir an dieser Stelle bereits auf die übernächste Ausgabe des kuckucks verweisen, die mit dem Thema „Care & Aktivismus“ auch Reproduktionsarbeiten näher in den Blick nehmen wird.

In diesem Sinne wünschen wir viel Freude beim Lesen und Nachdenken über #fairarbeiten!

 

Lidija Krienzer-Radojevic 

Judith Laister 

Christina Sterniša 

Hanna Wäger

Judith Laister

KUCKUCK
Notizen zur Alltagskultur

Erscheinungsfolge halbjährlich

Kontakt: kuckuck(at)uni-graz.at

 

 

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